Freiheit e.V. | Förderverein Gedenkstätte Andreasstraße

Aktuelle Veranstaltungen

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Weihnachten

22. Dezember 2015 | Weihnachtsgruß

Blick von oben

29. Oktober 2015 | Landesregierung zu weiteren Gesprächen in Sachen Aufarbeitung SED Unrecht bereit

MP Bodo Ramelow nahm sich bemerkenswert viel Zeit. Am 20.10. 2015 besuchte er – im Beisein von zahlreichen Pressevertretern - auf Einladung der Opferverbände die Erfurter Bildungs- und Gedenkstätte Andreasstraße (ehem. Stasi-Untersuchungshaftanstalt). Als aufmerksamer Zuhörer ließ sich Ramelow zunächst vom Vorstandsvorsitzenden der Stiftung Ettersberg, Dr. J. Ganzenmüller, und dem Leiter der Gedenkstätte, Dr. Voit, zur Konzeption und Arbeit der Gedenkstätte (Haft Diktatur Revolution) unterrichten. Seine besondere Aufmerksamkeit galt auch und gerade den Ausführungen der anwesenden Zeitzeugen. So konnten unter anderen die ehemaligen Inhaftierten D. Bause als Vorsitzende des Freiheit e.V., R. Lange (ebenfalls Vorstand Freiheit e.V.) und Harald Ipold zu den bedrückenden und entwürdigenden Hafterlebnissen in der Andreasstraße vortragen. In einer weiteren – ohne Pressevertreter durchgeführten – anschließenden Gesprächsrunde wurde der Ministerpräsident mit konkreten politischen Anliegen konfrontiert und um offensive Unterstützung gebeten: Beweislastumkehr bei der Geltendmachung von Haftentschädigungen, einkommensunabhängige höhere DDR-Opferrenten, Regelwerk für Zwangsausgesiedelte („Aktion Ungeziefer“ u.a.), Problem Jugendwerkhöfe, aktive Förderung von Täter-Opfer-Begegnungen, verstärkte Mitwirkungsmöglichkeiten von Zeitzeugen bei der Aufarbeitung, Aufrechterhaltung des BStU und seiner Außenstellen, Volontär-Stellen für die Gedenkstätte Andreasstraße, Einbringung der deutsch-deutschen Aufarbeitungskonzepte auch im Rahmen der Flüchtlingsintegration. Bodo Ramelow unterstrich am Ende der freimütigen - auch durchaus temperamentvollen - Diskussion ausdrücklich seine uneingeschränkte Bereitschaft zur Fortsetzung der Gespräche. Er erwarte insoweit entsprechende „Signale“.

Ass. iur. Klaus-M. v. Keussler

13. Oktober 2015 | Veranstaltungshinweise

Wir möchten auf folgende Veranstaltungen hinweisen:

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09. Oktober 2015 | 11.Zeitzeugentreffen (03.10.2015)

Der Einladung unseres Vereins zum 11.Zeitzeugentreffen in den Kubus der Gedenkstätte Andreasstraße waren ca. 40 Zeitzeugen gefolgt. Die Grußworte übernahm Herr Dr.Voit in Vertretung für PD Dr.Ganzenmüller.
Frau Bause als Vereinsvorsitzende verwies auf die deutschlandweiten Veranstaltungen zum 25. Jahrestag der Wiedervereinigung, ließ den Blick zurück auf die Anfänge des Vereins und die Gestaltung der Gedenkstätte als ehemaligen Haftort schweifen. Weiter sagte sie: “Wir, als Verein Freiheit e.V. haben die Aufgabe, diese Lust und den Gedanken an Freiheit und an der Wahrheit aufrechtzuerhalten bzw. wieder zu erwecken und besonders bei den jungen Menschen die Flammen der Neugier, der Hoffnung und Nächstenliebe wieder zu entflammen.” Abschließend stellte sie die Frage, wie unsere RRG-Regierung ihre Aussage, die DDR sein ein Unrechtsstaat gewesen und ihr Bekenntnis zur Notwendigkeit einer “konsequenten und schonungslosen Aufarbeitung der Alltagsdiktatur” der DDR in der Praxis umsetzen möchte.

Gerhard Bause stellte einige seiner Gedichte vor, die ein Stück Aufarbeitung der eigenen - durch Haft in der DDR-Diktatur - Vergangenheit darstellen. Der Künstler Gino Kuhn aus Berlin setzte mit seinem Bild die lyrische Vorlage in ein künstlerisches Werk um.

Bereichert wurde das Treffen durch Mathias Seifert, der die Reden und Beiträge mit seinen Zeichnungen illustierte. Für die musikalische Umrahmung sorgte Gerd Krambehr aus Erfurt.

Es blieb den Anwesenden bei Kaffee und Kuchen Zeit zum Austausch - über die Vergangenheit, die aktuellen Problemfelder und es entstanden auch Projektideen für die Bildungsarbeit mit den Heranwachsenden.

14. September 2015 | Stellungnahme des Vereins (07.09.2015)

Der Verein “Freiheit e.V.” nimmt Stellung zur Ablehnung des Antrag der CDU durch die RRG-Regierung, den 17. Juni als Gedenktag für die Opfer der SED-Diktatur zu verankern. Herrn Ramelow hielt vor der Gedenktafel der Opfer des 17.Juni zum selbigen Gedenktag eine gefühlvolle, bedeutende Rede und verneigte sich. Mit der Ablehnung bzw. Verschiebung der Diskussion “zu einem späteren Zeitpunkt” verliert dies einiges an Glaubwürdigkeit seiner Partei.

Dieser Beitrag wurde am 15.09.2015 in der Thüringischen Landeszeitung, Seite 11 unter dem Titel “Ramelow verliert an Glaubwürdigkeit” veröffentlicht.