Freiheit e.V. | Förderverein Gedenkstätte Andreasstraße

Aktuelle Veranstaltungen

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28. August 2015 | Bürgerfest (04.07.2015)

Hochsommerliche Temperaturen bildetn den Rahmen für das 2. Bürgerfest auf dem Gelände der Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße. Unter dem Motto “Auf dem Weg zur Einheit” hatten der Thüringer Geschichtsverbund und die Stadt Erfurt eingeladen, um mit Interessierten ins Gespräch zu kommen und zu zeigen, dass die Erinnerung an die SED-Diktatur auch in der heutigen Zeit nicht vergessen wird. Auf dem “Markt der Möglichkeiten” präsentierten Vereine, Gedenkstätten, Grenzlandmuseen, Archive und Beauftragte des Geschichtsverbundes ihre Projekte und standen als Gesprächspartner bereit. Unser Verein war auch vertreten mit einem Stand und dem Gefangenentransporter der Familie Bause.
Ein Highlight dieses Festes war die Podiumsrunde “Das Jahr 1990: Von der Revolution zur Einheit” mit Ulrike Poppe (Brandenburgische Landesbeauftragte zur Aufarbeitung kommunistischer Diktaturen), Klaus Zeh (ehemaliger Thüringer Finanzminister), Tino Hünger (1990 Punk, jetzt Autor), Jürgen Dömel (ab 1990 Betriebsrat bei Zeiss/Jena). Moderiert wurde diese Runde von Henry Bernhardt (Deutschlandradio) und illustriert von Matthias Seifert (Illustrator und Zeichner). Am Abend rundete die Band Friling mit einer Mischung aus Gypsy, Jazz und Elektromusik die Veranstaltung ab.

Fotos: Matthias Schmidt

03. August 2015 | Kranzniederlegung (17.06.2015)

In vielen Städten im Osten Deutschlands erinnerte man mit Gedenkverstaltungen an die Ereignisse vor 62 Jahren. Damals waren die Menschen in ca. 700 Orten auf die Straße gegangen mit der Forderung nach Rücktritt der SED-Regierung und freien und geheimen Wahlen. Auch wenn der Aufstand niedergeschlagen wurde, so stellt er einen Meilenstein in der Freiheitsgeschichte der Deutschen dar. Die Erinnerung an die Aufständischen soll immer bewahrt bleiben.

In der Andreasstraße in Erfurt gedachten am 17.06.2015 verschiedene Opferverbände dieses historischen Ereignisses und mahnten, diese Unterdrückung und die Opfer nicht zu vergessen. In Gegenwart des Thüringer Ministerpräsidenten Bodo Ramelow, der Staatssekretärin Dr. Babette Winter, dem Vorsitzenden der Stiftung Ettersberg Dr. Jörg Ganzenmüller gab unsere Vorsitzende Dorit Bause auch ein Statement und gab zu überlegen, ob der 17.6. nicht ein nationaler Gedenk- und Feiertag für die Opfer des Volksaufstandes und kommunistischen und SED-Unrechts werden kann.

Fotos: Jörg Meißner

03. August 2015 | Lange Nacht der Museen (12.06.2015)

Die Landeshauptstadt Erfurt öffnete am 12.06.2015 26 kulturelle Einrichtungen in der “Langen Nacht der Museen” und gewährte den Besuchern Einblicke in die Welt der Museen und Galerien. Bereichert wurde dies mit unterhaltsamen, künstlerischen und musikalischen Begleitprogrammen. Auch die Gedenkstätte Andreasstraße reihte sich hier ein und bot tolle Highlights: In Kooperation mit unserem Verein “Freiheit e.V.” wurde die Sonderausstellung “Die blaue Reihe. Starke Frauen der Friedlichen Revolution von 1989” eröffnet. Dies ist eine Porträtserie der Künstlerin Gudrun Boiar. 20 Porträts von Frauen, die trotz Ausgrenzung, Bespitzelung, Repressalien und Gefängnis für demokratische Verhältnisse gekämpft haben, werden hier auf 2 x 1,60 m großen Bildern dargestellt. Die Künstlerin selbst sieht es als Hommage, eine persönliche Verneigung vor diesen mutigen Frauen. Außerdem bot sich die Möglichkeit, an Führungen durch die Gedenkstätte teilzunehmen. In der “Haftetage”standen Mitglieder unseres Verein als Zeitzeugen zur Verfügung: Dorit Bause, Rolf Herkelmann, Klaus Wolf und Harald Ipold. Im Hof konnte der nachgebaute Gefangenentransporter von Familie Bause “erkundet” werden unter sachkundiger Erklärung von Gert Bause. Die musikalische Umrahmung oblag dem “Weimarer-Jazz-Trio”.Bernhard Auge (Piano) ist Leiter des “Weimarer-Jazz-Trios”. Sein Auftritt in der Andresstrasse stellte schon etwas Besonderes dar - er war 1975 hier als Häftling mit seiner Frau wegen versuchter Republikflucht inhaftiert.

Online-Museum zur Langen Nacht

Fotos: Antonia Pfaff

03. August 2015 | Mitgliederversammlung (20.03.2015)

Die Wahl des neuen Vorstand und eine Aktualisierung der bisherigen Satzung waren das Hauptanliegen der Mitgliederversammlung am 20.03.2015. 27 Mitglieder waren der Einladung gefolgt und damit auch wahlberechtigt. Der Vorsitzende Herr Schneider stellte die Tagesordnung vor. Dies löste heftige Diskussionen aus, so dass die Satzungsänderung auf die nächste Mitgliederversammlung verschoben wurde. Im Rechenschaftsbericht wurde auf die guten Ergebnisse der Zusammenarbeit mit der Stiftung Ettersberg, aber auch auf Probleme innerhalb des Vorstandes verwiesen. Herr Meißner berichtete über die finanziellen Ausgaben und die “Revisionskommission” bestätigte die Rechtmäßigkeit. Für die Wahl des neuen Vorstandes kandidierte Herr Schneider nicht mehr, so dass es auf jeden Fall zu einer Änderung kommen musste. Wir danken Herrn Schneider auf diesem Weg für sein Engagement und sein Wirken für unseren Verein. Die Mitglieder des neuen Vorstandes findet man unter Verein/Vorstand

Der neue Vorstand nahm zeitnah seine neue Aufgabe an und traf sich zu seiner ersten Vorstandssitzung am 28.03.2015 im Vereinsbüro in der Andreasstraße. Wichtiger Arbeitsschwerpunkt war die Erarbeitung einer Stellungnahme des Vereins zum Vierten Gesetz zur Änderung des Thüringer Gesetzes zur Überprüfung von Abgeordneten. Selbige wurde dann an den zuständige Ausschuss des Thüringer Landtages übermittelt. Im Fokus stand außerdem die inhaltliche Weiterarbeit des Vereins und die Fortführung der beantragten Projekte. Auf der Agenda genießt die Überarbeitung der Satzung oberste Priorität. Vielfältige Anregungen sind bisher eingegangen und wurden von Herrn von Keussler zu einem Gesamtentwurf zusammengefügt. Dieser wird als Diskussionsgrundlage für die nächste Vorstands- bzw. Mitgliederversammlung dienen.

13. Februar 2015 | Pressemitteilung »Aufarbeitung auf sozialistische Art«

Der ehemalige FDP-Landtagsabgeordnete und Vorstandsmitglied im Förderverein Freiheit e. V., Heinz Untermann, ist entsetzt über die geplante Änderung des Gesetzes zur Überprüfung der Abgeordneten des Thüringer Landtags. »Die Aufarbeitung der Stasi-Vergangenheit darf niemals in Frage gestellt werden«.

Die Abschaffung der Bezeichnung »parlamentsunwürdig« für stasibelastete Landtagsabgeordnete sei ein falsches Signal. Auch 25 Jahre nach dem Mauerfall, dürfe die Aufarbeitung der SED-Diktatur nicht eingestellt werden. Es sei schon merkwürdig, dass eine solche Gesetzesänderung von den Regierungsfraktionen in Thüringen geplant werde, ohne mit den Betroffenen und zuständigen Vereinen gesprochen zu haben. »Das ist Geschichtsaufarbeitung auf sozialistische Art«, kritisiert Untermann im Namen des Verfolgtenverbandes Freiheit e. V.