Freiheit e.V. | Förderverein Gedenkstätte Andreasstraße

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26. Januar 2015 | Pressemitteilung zum 17. Juni als Gedenktag für die Opfer des SED-Unrechts

Zur Forderung des Thüringer Landtagspräsidenten Christian Carius (CDU) den 17. Juni zu einen »nationalen Gedenktag für die Opfer des SED-Unrechts« zu erklären.

Heinz Untermann (FDP) Vorstandsmitglied im Freiheit e. V. Erfurt erklärt hierzu:

Der 17. Juni stand seit 1954 im freien Teil Deutschlands für einen wichtigen Gedenk- und Feiertag. In der alten Bundesrepublik Deutschland wurde jedes Jahr der Niederschlagung des Aufstandes von 1953 durch sowjetische Panzer und der anschließenden Verfolgung aller demokratischen Kräfte in der ehemaligen DDR durch das verbrecherische SED-Regime gedacht.

Mit der Abschaffung des Gedenk-und Feiertages im Jahre 1990 verlor Deutschland eine wichtige Möglichkeit der geschichtlichen Besinnung an den Freiheitswillen der Deutschen in dem sowjetisch besetzten und von der SED unterjochten Teil Deutschlands.

Mit den 17. Juni, ist neben der Besinnung an den Aufstand und dessen Folgen auch an die Verfolgten des SED-Unrechts zu erinnern, geschichtlich folgerichtig, wichtig und für die gesellschaftliche Aufarbeitung der DDR-Diktatur und der weiteren Gestaltung deutscher Politik nötig.

Der Freiheit e. V. als Verfolgtenverband, dessen Mitglieder durch die DDR-Diktatur und Kommunismus Leid erfuhren, unterstützt die Wiedereinführung des 17. Juni als nationalen Gedenk- und Feiertag für die Opfer des Volksaufstandes und des kommunistischen und SED-Unrechts.

Offener Brief an die Landesvorsitzende der »Linken« Susanne Henning-Wellsow

09. Oktober 2014 | Offener Brief an die Landesvorsitzende der »Linken« Susanne Henning-Wellsow

DIE LINKE
Thüringer Landesvorsitzende
Susanne Hennig-Wellsow
Jürgen-Fuchs-Straße 1
99096 Erfurt

Erfurt, 09.10.2014

Offener Brief
Ihre Äußerung am 27.09.2014 in der Basiskonferenz der Thüringer Partei DIE LINKE in Sömmerda

Sehr geehrte Landesvorsitzende Hennig-Wellsow,

im Namen und Auftrag des Zeitzeugentreffen der Verfolgten des DDR-Unrechtstaates, vom 03.10.2014 in der Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstrasse und meines Vereins FREIHEIT e. V. wende ich mich in einem offenen Brief an Sie.

Wir haben mit großem Interesse zur Kenntnis genommen, daß Sie mit dem Wort die ehemalige DDR war ein Unrechtsstaat nicht nur die Sondierungsgespräche für eine Koalition mit der SPD und Bündnis90/Grüne für weitere Themen geöffnet haben, sondern auch ein neues Kapitel in der Beurteilung der ehemaligen DDR in Ihrer Partei aufschlagen.

Leider mussten wir feststellen, daß Sie Ihre bejahende Stellungnahme zum DDR-Unrechtsstaat gegenüber Ihren Genossen versuchten zu relativieren und bezeichneten diese geschichtliche Einsicht nur als ein Wort.

Uns, als ehemals Verfolgte dieses DDR-Unrechtstaates, verwunderte nicht nur dieser Versuch eine einmal zu recht getroffene Einsicht zu relativieren, sondern empfinden diese geschichtliche Sichtweise, die DDR-Diktatur mit Ihrem Unrechts-Staat nur auf ein Wort zu beschränken als eine Verhöhnung aller Verfolgten dieser ehemaligen DDR.

Da es unseres Erachtens für eine demokratisch legitimierte Partei in unserem Land es keine Alternative zur Aufarbeitung des DDR-Unrechtsstaates gibt, bitten wir Sie um eine Stellungnahme zu Ihrer Bemerkung „… DDR-Unrechtsstaat ist doch nur ein Wort …“ und wie Sie sich die Aufarbeitung des DDR-Unrechts vorstellen.

Ich möchte Sie hierzu, als selbst unter diesem Unrechtsstaat Verfolgten, zu einem persönlichen Gespräch in unsere Gedenk- und Bildungsstätte einladen um ein eventuell öffentliches Gespräch vorzubereiten und eine gesellschaftliche Diskussion, nicht zuletzt in Ihrer Partei, anzuregen.

Ich bitte um Verständnis, dass wir auch das Ergebnis dieses Briefes veröffentlichen.

Mit freundlichen Grüßen

Rainer F. Schneider
1. Vorsitzender

Der Freiheitspreis 2014

03. Oktober 2014 | Der Freiheitspreis 2014

Am 3. Oktober war es so weit – der Vorstand des Freiheit e. V. vergab den Freiheits­preis an Prof. Dr. Hans-Joachim Veen.